Saisonstart 2021 weiterhin ausstehend

Bootsverleih ist leider durch die Corona-Gesetzgebung noch untersagt und auch noch keine Öffnungserlaubnis absehbar.

Sobald wir öffnen dürfen geben wir das hier bekannt.

Tourberatung ist derzeit nur terminlich unverbindlich möglich.

Mein Name ist Oliver Schulze – und ich bin Unternehmer

Als ich 2012 nach mehr als 20 Jahren meinen Beruf durch weltweite Aufgabenverlagerung im Zuge der Globalisierung verlor bekam ich eine Devise mit auf meinen weiteren Weg, an die ich täglich denke:

Unternehmer kommt von unternehmen – nicht von unterlassen.

Darauf komme ich später noch zu sprechen. Zunächst einmal möchte ich Danke sagen:
… Danke an Sie als all unsere Kunden, für Ihre Geduld wenn wir Ihnen antworten müssen, dass wir Ihre Wünsche Boot zu fahren Corona-gesetzlich verordnet derzeit ablehnen müssen.
… Danke für Ihre guten Wünsche für den Fortbestand und das Durchkommen unseres Unternehmens durch diese Situation.
… Danke aber auch an den Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen – Herrn Michael Kretschmer – und Danke an die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel – dass Ihnen meine per E-Mail an Sie gerichteten Worte keinerlei Ihrer persönlichen Worte an mich wert waren. Danke für die gesparte Zeit für das Lesen Ihrer ausgebliebenen E-Mails, die ich mir gern dafür genommen hätte. Danke, dass Sie nicht auf die Aerosolwissenschaftler hören die in einem Offenen Brief an Sie Frau Merkel darlegten, dass im Freien – wo wir unsere Bootsverleihe betreiben – keine Ansteckungsgefahr besteht. Wie Recht Sie doch haben, dass man nicht auf jeden hören kann! Und Danke – dass ich nach dem Überdruss mich in meiner Kindheit und Jugend in der DDR verordnet politisch äußern zu müssen dies mit 54 Jahren nun freiwillig wieder tue – mit meiner Meinung.

Unternehmer kommt von unternehmen – nicht von unterlassen.
Dennoch muss ich Unternehmen derzeit unterlassen – stattdessen Unterlassen unternehmen. Dabei würde ich so gern …

Statt unterlassen unternehmen.
Boote vom Bootsständer runternehmen.
Beim Skat im Biergarten den Unter nehmen.
Etwas mit Gunter unternehmen.
Endlich wieder munter leben.
Ein Wunder erleben.
Nicht veranlasst sein Zunder zu geben.
Stattdessen muss ich mich untergeben.

Untergeben auch Sie sich. Unterlassen Sie alles etwas zu unternehmen. Unternehmen Sie alles um alles zu unterlassen.

Beachten Sie die Corona-Regeln der Bundesregierung.

Und bleiben Sie gesund – körperlich und mental.

Wir informieren Sie hier sobald der Aufenthalt im Freien nicht mehr als Gefahr proklamiert wird und wir öffnen dürfen.

Ihr Oliver Schulze
Unternehmer aus Leidenschaft

Unsere E-Mail an Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel vom 14.04.2021

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,

ich wende mich an Sie als Gewerbetreibender der Branche Bootsverleih – ansässig im Leipziger Neuseenland – aber auch als Privatperson.

Ihnen liegt der Offene Brief der Aerosolwissenschaftler – Ansteckungsgefahren aus Aerosolwissenschaftlicher Perspektive – vom 11.04.2021 vor. Seit diesem Tag verfolge ich noch aufmerksamer als sonst die Tagesnachrichten in der Hoffnung, Ihre Haltung zu den wissenschaftlichen Informationen der Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF) zu erfahren. Bislang konnte ich aus den einschlägigen Medien leider noch keine Antwort von Ihnen zu diesem wissenschaftlichen Positionspapier entnehmen.

Unmittelbar am jahresüblichen Saisonbeginn für unsere Branche ist es uns auf unbestimmte Zeit und mit existenzbedrohenden Folgen untersagt, unsere Angebote allen in unserem Land lebenden Menschen für ihre sportliche Betätigung zu öffnen. Diese einem Berufsverbot gleichkommende Gewerbeuntersagung ist uns komplett unverständlich. So wie Sie üben wir unsere Tätigkeit mit hohem Engagement, Herzblut und Leidenschaft aus – es gilt das bekannte Motto: Unternehmer kommt von unternehmen, nicht von unterlassen. Dennoch müssen wir es derzeit aufgrund nicht nachvollziehbarer Verbote für etwas, das komplett an der Frischluft geschieht, wider unserer Macher-Natur gezwungen unterlassen.

Am besten nachfühlbar sind Situationen stets an Beispielen, auch hypothetischen:
Stellen Sie sich einmal vor, Ihnen als leidenschaftliche Bundespolitikern höchsten Ranges würde die UN untersagen Ihre Gedanken und Haltungen zu äußern. Sie würden es ebenso nicht verstehen, Ihr Amt untersagt zu bekommen, obwohl nachweislich über elektronische Medien keine Krankheitserreger jedweder Form übertragen werden.

Können Sie anhand diese Beispiels nachfühlen, wie es uns geht ?
Der Offene Brief der Aerosolwissenschaftler stellt es geradezu in ein widersinniges Licht, Angebote für Freiluftsport – wie Boot fahren einer ist – zu untersagen. Sollten Sie einen Bundes-Lockdown für erforderlich halten bitte ich Sie deshalb inständig, nicht allein die Wissenschaftssparte Ihres parlamentarischen Koalitionskollegen Karl Lauterbach (SPD) zu hören, sondern bitte auch die Aerosolwissenschaftler von denen vielleicht keiner die Möglichkeit hat, Ihnen seine Argumente im regierungspolitischen Tagesgeschäft in Berlin persönlich gebetsmühlenartig vorzutragen, die sich „eben nur“ – aber wissenschaftlich gleichwertig beachtungswürdig – auf brieflichem Weg an Sie wenden konnten.

Leider entnehme ich aus den absagenden behördlichen Antworten auf die Frage nach einer absehbaren Öffnungserlaubnis für unser Freiluftangebot der Bootsverleihe immer wieder das Abstellen in eine Nische die wir gar nicht sind, durch bloße Einstufung als derzeit noch untersagte Freizeiteinrichtung. Wir sind aber gerade das sachlich-logische Gegenteil eines verrauchten Jugendclubs! Dieses „Wegwischen“ schmerzt vor allem deshalb weil daran deutlich wird dass in keinster Weise mit gesundem Menschenverstand erfasst ist, wie reich an Angeboten zur gesunden – und eben gerade nicht gesundheitsgefährdenden – Gestaltung des Lebens unser Land eigentlich ist; durch Angebote, die wir Unternehmer durch unseren persönlichen Einsatz am Entstehen, Dasein und Funktionieren halten, und eben von niemandem einfach ohne Breit- und Weitsicht untersagt gestellt sehen wollen.

Ganz persönlich „zerreißt“ mich, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin – vor dem Hintergrund der Unsinnigkeit eines geplanten Aufenthaltsverbotes an frischer Luft – die Absicht Ihrer Erlassung einer Ausgangssperre für die kommende Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr.
WARUM darf ich am Abend eines arbeitsreichen Tages nicht an meinem Lieblingsbadesee am Ufer sitzend den Sonnenuntergang genießen? Die Rückfahrtzeit zur Wohnung einkalkuliert müsste ich dort 20:15 Uhr wieder weg – und das wenn es bis nach 22 Uhr noch hell ist ?
Bin ich ein kleines Kind das dann ins Bett müsste – mit 54 Jahren Lebensalter beantwortet sich diese Frage wohl von selbst!
Anders gefragt: was macht das Virus an meinem Lieblingsbadesee um 21:01, das es an derselben Uferstelle 20:59 nicht gemacht hat? Dasselbe – nicht in der frischen Außenluft in ansteckender Konzentration vorhanden sein!

BITTE TREFFEN SIE EINE VERNÜNFTIGE ENTSCHEIDUNG ZUR GESTATTUNG DER BEWEGEUNG UND DES AUFENTHALTES AN GESUNDER FRISCHER LUFT – UND KEINE UNVERNÜNFTIGE.

Beste herzliche Grüße aus Leipzig

Oliver Schulze

Frohe Ostern wünschen wir Ihnen !

Liebe Kundinnen, liebe Kunden,

wir freuen uns über Ihre zahlreichen Anfragen und möchten Ihre Wünsche sehr gern baldmöglichst erfüllen. Gern beraten wir Sie am Telefon oder per E-Mail derzeit in vollem Umfang zu den Paddelmöglichkeiten ab/an unserer Bootsverleihe und nehmen unter Vorbehalt kommender Öffnungserlaubnis von politscher Seite auch Ihre Reservierungswünsche gern entgegen.

Bedauerlicherweise ist aktuell die Öffnung von Bootsverleihen nach § 4 Absatz 2 Nummer 24 SächsCoronaSchVO noch nicht wieder gestattet. Wir verstehen es auf ganzer Linie auch nicht, da wir insbesondere im Freiluftbereich wesentlich bessere Abstandsbedingungen als andere, derzeit erlaubte oder unter bestimmten Bedingungen zur Öffnung erlaubnisfähige Einrichtungen bieten können, und generell Perspektiven und Bewegung an frischer Luft für sehr wichtig und gesund erachten.

Unsere Hygienekonzepte sind für alle Arbeitsschritte unserer Dienstleistung ausgearbeitet.

Regelmäßig fragen wir bei Landeregierung, Kreis- und Kommunalämtern mit Bitte um Öffnungserlaubnis an. Alle unsere Anfragen wurden uns aber stets abschlägig beantwortet. Unsere Meinung wird auch von Journalisten abgefragt und veröffentlicht, wie beispielsweise in der Leipziger Volkszeitung vom 31.03.2021 auf Seite 16.

Auch wenn wir Ihnen mit größtem Bedauern derzeit noch kein Startdatum für die Saison 2021 nennen können – unser Plan war mit Beginn der sächsischen Osterferien ab dem 27. März zu öffnen – blicken wir für Sie und uns optimistisch in die nahe Zukunft. Bleiben Sie gesund und paddelfreudig !

In den Blogbeiträgen weiter unten finden Sie Geschenk- und Gutscheinideen, die Ihnen in dieser eingeschränkten Zeit Freude vermitteln und das Thema Boot fahren in der Erwartung auf eine baldige Zeit auf dem Wasser lebendig halten sollen.

Frohe Ostern wünscht Ihnen herzlichst

Ihr OS KANU Team